„Sind Sie für eine Wiedervereinigung der Krim mit Russland mit den Rechten eines Subjekts der Russischen Föderation?“
„Sind Sie für die Wiedereinführung der Verfassung der Republik Krim von 1992 und für den Status der Krim als eines Teils der Ukraine?“
Es handelt sich bei der Volksbefragung also um die Frage der Zukunft der autonomen Region Krim ,ob diese zu Russland kommt, oder bei der Ukraine verbleibt.
Währenddessen hat Mag. Ewald Stadler ,Europaabgeordneter in Brüssel am 13.03.2014 in einem Interview erklärt, dass die EU mit einer "Doppelzüngigkeit vorgehe", da die Europäische Union die Abspaltung des Kosovo (welches sich damals von Serbien, dem ehemaligen Jugoslawien abspaltete) erlaubt habe (bei der Krim wiederum für die Ukraine, Partei ergreift).
Ewald Stadler wird als Wahlbeobachter anwesend sein um einen symbolischen Beitrag zum Erhalt des Friedens zu leisten. Stadler spiele beim Konzert der Kriegstreiber nicht mit und will dagegen halten.
Stadler fordere weiters die österreichische Öffentlichkeit, die europäische Öffentlichkeit auf die Kriegstreiberpolitik ihrer Führungen nicht mitzuspielen, nicht Vorschub zu leisten, sondern Widerstand zu leisten.
Zwischenanmerkung:
Beispiele für Kriegstreiberpolitik aus den USA in diesem Zusammenhang gab es genug, hier wären zum Beispiel:
"Wenn der Konflikt um die Ukraine weiter eskaliere, könnte der russische Staatschef Wladimir Putin "keinen G-8-Gipfel in Sotschi haben, er könnte sogar nicht in den G-8 bleiben, wenn das so weitergeht","drohte US-Außenminister John Kerry am 02.03.2013 mit Wirtschaftssanktionen und Reiseverbote.
"Wem das bekannt vorkommt: Es ist das, was Hitler damals in den
dreißiger Jahren tat", Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton gießt am 04.03.2014 zusätzlich Öl ins Feuer.
Kürzlich hat unser Nachbarland Deutschland ebenfalls die Lage angeheizt:
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Russland auf einer Sitzung der Unionsfraktion nach Angaben von Teilnehmern vorgeworfen, die ukrainische Halbinsel Krim "geraubt" zu haben. (10.03.2014).
BHBlog dazu: Die deutsche Bundeskanzlerin möge sich nicht auf Seite der NATO stellen, sondern lieber bemüht sein Frieden zu wahren. Den Vorwurf des Raubs der Krim weißt Benjamin Heinrich schärfstens zurück: Die Krim ist seit 1992 eine autonome Region, kein fixer Bestandteil der Ukraine.
Hier endlich eine Entscheidung treffen zu wollen mittels Referendum ist längst an der Zeit bei immerhin 58% russischer Bevölkerung!
Stadler erklärte:
Die USA hatte aber nie ein Problem damit, dass sich mehrere Staaten zu Jugoslawien zusammenschloßen!
Benjamin Heinrich erklärt:
Bei der Errichtung des SHS-Staates („Staat der Slowenen, Kroaten und Serben“) dem Vorgängerstaat (aus der Zerschlagung Österreich-Ungarns) des neugeschaffenen Königreich Jugoslawiens hatte die USA kein Problem . Die Südsteiermark ging damals an Slowenien, in Kärnten gab es 1920 eine Volksabstimmung in welcher das Selbstbestimmungsrecht der Völker(Letztendendes blieb Kärnten ungeteilt) wahrgenommen wurde.
MEP Stadler betonte weiters das Russland keine feindlichen Gefühle uns gegenüber habe, wir aber dort feindliche Gefühle produzieren würden, in dem wir in der Ukraine und auf der Krim unglaubliche Dinge inszenierten, die uns so nicht zustehen (und die vor allem am Beispiel Jugoslawien anders entschieden wurden) würden.
Ewald Stadler wolle sich ein Bild vom Referendum machen, um dieses in den Westen transportieren zu können.
Quellen:
MEP Ewald Stadler über die Krim-Krise - Interview am 13.03.2014, youtube.com
"Hohe Beteiligung beim Krim-Referendum - Beobachter",16.03.2014,de.ria.ru
Autonome Republik Krim (Wikipedia)
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