Seit weniger als einem Jahr ist es tatsächlich vollkommen politisch-korrekt, den "Thinktank" (Deutsch: Denkfabrik) des George Soros als linksliberal zu titulieren.
Auf diese Bezeichnung lege ich als ehemaliges Mitglied einer rechtsliberalen Partei im Parlament großen Wert.
Denn linksliberal ist all das gewesen, was ich immer verachtete, und das dem Images des Liberalismus, wie man ihm in Österreich kennt, geschadet hat.
Natürlich ist Liberalismus an sich ein Spektrum von links bis rechts und anderen Ausrichtungen.
Aber was viele nicht wissen:
"Im politischen Spektrum sehen sich Libertäre als strikte Gegner von autoritärer Politik."
-Wikipedia "Libertarismus"
Was das bedeutet: Libertarismus ist ein Sammelbecken, und das bedeutet, es gibt nicht bloß "die Liberalen", "die Wirtschaftsliberalen" ,"die Linksliberalen" ,"die Rechtsliberalen", es ist mehr oder minder ein Konglomerat verschiedener Ausprägungen.
Der Libertarismus beispielsweise setzt sich rudimentär z.B.aus der Bandbreite libertär-miniarchistisch(Minimalstaat, auch manchmal abschätzig "Nachtwächterstaat" genannt) und liberalen-Anarchismus (Subvarianten: Godwin oder Proudhon oder Thoreau/Warren/Tucker) zusammen.
DOCH heißt es auch:
"Libertäre, die einen strikten Minimalstaat befürworten, unterscheiden sich von zwei weiteren Gruppen, die eine mehr oder weniger große Rolle der Regierung fordern: Den Anarcho-Kapitalisten, denen selbst der Minimalstaat zu groß ist, und den Klassisch-Liberalen, die eine gewisse Offenheit für die Bereitstellung öffentlicher Güter seitens des Staates einräumen. Der um 1860 in Frankreich entstandene Ausdruck libertär für Anarcho-Kommunisten konnte sich vor allem im englischen Sprachraum durchsetzen und gilt heute als ein etwas weiter gefasstes, im Grunde aber gleichwertiges Synonym für anarchistisch."
-Wikipedia
Demnach gibt es nebst "miniarchistisch" und "anarchistisch" noch die Variante des Nullstaates und den klassischen Liberalismus.
Und hier irgendwo zwischen all den Möglichkeiten ist die Open Society von George Soros (bald auch seines Sohnes Alexander) einzuorten.
Von "Rechts" betrachtet nehme ich an, dass es am ehesten um eine Variante des liberal-Anarchismus, oder libertär-miniarchistischen Staat oder gar dem "Nullstaat" handelt, dem die Denkfabrik entgegenarbeitet.
Für meine Verhältnisse ist selbst der Begriff "klassischer Liberalismus" zu negativ konnotiert, da wir in Österreich damit alles verbinden, was das LIF und später die NEOS gänzlich falsch gemacht haben.
Auch wenn es teils unter Steger und Haider sowie Team Stronach echte Bemühungen gab, dieser neuen Anstrich zu geben, die aber mehrfach scheiterten oder anderen Schwerpunkten weichen mussten.
Ich denke, Soros wünscht sich so was wie mehr linksliberale bis sozialdemokratische Regierungen in all den Staaten, bei denen er irgendwie interveniert hat, weil das für ihm selbst von Vorteil ist.
Und das sind selbstverständlich Regierungen, die sich meistens ironischerweise deshalb über Wasser halten konnten, da sie autoritär genug waren, eben nicht zu gunsten der liberalen "Vorzüge" nachzugeben.Kontrolle vonseiten des Staates UND Freiheit ist einfach ein Widerspruch in sich.Zieht sich der Staat zurück, besteht die Gefahr der Beeinflussung von reichen Lobbyisten bei einem Staat wie Österreich vorallem aus dem Ausland, kontrolliert der Staat zu streng bleiben Gelder aus dem Ausland in der Regel fern.
China hat da eine ziemlich passable Zwischenlösung gefunden(für Staat und Wirtschaft), was nicht heißt, das wir alle wie China werden sollen.Deshalb aber wird genau Klaus Schwab mit seiner WEF von Liberaler und linksliberaler Seite kritisiert
Der Rechtsliberalismus in der heutigen Zeit jedoch ist in etwa so exotisch geworden wie ein linker Nationalismus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Libertarismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Anarchokapitalismus
https://de.wikipedia.org/wiki/Open_Society_Foundations#cite_note-1
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