Samstag, 17. Juli 2021

Schiene läuft jetzt immer mehr Richtung Impfpflicht

Nachdem die "3G"-Regel zum ersten Mal in einem Bereich Österreichs auf "2Gs" reduziert wird (in dem Fall PCR-Test oder Impfung(en)), hat man den Eindruck, dass bald überhaupt nur mehr zählt, wer geimpft oder getestet ist.
Impfungen wirklich auch als Plural, weil sogar da wurde nachgeschärft, eine Impfung (Ausnahme Johnson&Johnson) genügt ab 15.August nicht mehr für den "Geimpft"-Status im Grünen Pass.

Und am Ende nur noch die geimpften Freiheiten genießen dürfen (kurz bevor dann ohnehin wieder der Lockdown kommt).
Wie der ORF noch mal hinweist, wollte man überhaupt für Discos nur mehr 1G gelten lassen(die Impfung)

Die Argumentation für die 2Gs statt 3Gs in der Nachtgastronomie aka Disco ist jedenfalls nicht weniger spannend:

"Das Sozialministerium wollte den Zutritt auf Geimpfte einschränken, dieser Vorschlag wurde jedoch mit dem PCR-Test, der 72 Stunden alt sein darf, aufgeweicht. Dass Genesene für diesen Bereich aus der „3-G-Regel“ entfernt werden, begründete das Ressort gegenüber ORF.at, dass Genesene zwar ein niedrigeres Reinfektionsrisiko aufweisen. Die „unergiebige Studienlage über Genesene“ erlaube aber kaum eine Aussage über das Übertragungsrisiko.

Zudem sei die Immunantwort bei Genesenen von mehreren Faktoren abhängig, weshalb sie durch eine Impfung abgesichert werden sollte. Wer nicht geimpft ist, muss auf einen PCR-Test zurückgreifen, um die Nachtgastronomie nutzen zu können. Das Ministerium stellte aber klar, dass Testungen nur eine Momentaufnahme sind. Doch ein negativer PCR-Test könne zumindest die Wahrscheinlichkeit verringern, dass eine Person „innerhalb der Gültigkeitsdauer infektiös wird“."

      -Zitat: orf.at

Also mit anderen Worten Genesene haben eine niedrigere Wahrscheinlichkeit, sich nochmals anzustecken, aber es gäbe kaum Studien über die Übertragung des Virus bei Genesenen.

Aha, spannend, weil es hieß, immer wenn man getestet, geimpft oder genesen ist, besteht eine "geringe epidemiologische Gefahr"(siehe unten noch einmal auf der wko-Seite in den Quellen). Aber diese sei eben grad noch gering genug, dass man eben diese Aktivität, für die man getestet, geimpft oder genesen sein müsse, ausüben dürfe.

Wann wird man ohne Impfung nicht einmal mehr den Arbeitsplatz betreten dürfen?

Man weiß es nicht.

Aber wenn Sie gerne im Reich der Verschwörungstheorien ein paarmal vorbeischauen, dann können Sie ja weiterlesen, ansonsten hüpfen Sie bitte lieber direkt zu "Die 3G im Kino eine Diskussion mit einem Freund" (nicht, dass es heißt, ich produziere auch nur Verschwörungstheorie-Content).


Jedenfalls habe ich so indirekt über ein Bewerbungsgespräch Anfang Juli im staatlichen Bereich rausgehört, dass es unter jungen Wienern Schüler oder Studenten nur im Herbst mal kurz zu Testungen erfolgen soll.

Danach aber nicht mehr, jedenfalls wurde diesbezüglich nichts gesagt. Doch ich weiß, dass auf meine Frage hin, wie, dass mit Homeoffice-Regelung wäre dies ausgeschlossen wurde und auch ein Lockdown eher mit hoher Unglaubwürdigkeit meiner Frage angesehen wurde.

Es hatte auf mich den Eindruck, dass so im September oder Oktober in öffentlichen Bildungseinrichtungen ohnehin alle Professoren,/Lehrkörper, Schüler/Studenten durchgeimpft werden, deshalb die Wahrscheinlichkeit für einen Lockdown nahezu null sei.

Gesagt wurde es mir zwar nicht direkt, aber so durch die Blume hatte ich das Gefühl, dies vermittelt zu bekommen und dass deshalb Jobs mit Präsenz-Tätigkeit kein Risiko darstellen dürften.

Die 3Gs im Kino eine Diskussion mit einem Freund

Freilich kündigte der Gesundheitsminister Dr. Mückstein, der wegen der Delta-Mutation ein österreichweites Risiko sah in Abwesenheit vom Kanzler Kurz an, sich bei einer Pressekonferenz mit Bundesministerin für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus Köstinger (sowie der Corona-Taskforce) auf Verschärfungen geeinigt zu haben.

Was ich ja lustig finde, dass man generell wegen dieser "3G"-Regel oft der trügerische Eindruck erweckt, bei Leuten "die sind ja alle" getestet, geimpft, genesene, "da kann gar nichts passieren".

So eine Kurz-Unterhaltung hatte ich mal bei einem Freund bezüglich der Frage von mir: Ob es eigentlich im Kino-Saal, wo man die Maske absetze, nicht sogar gefährlicher wäre, keine Maske zu tragen, als an den Gängen(wo bekanntlich eine Pflicht existiert), weil man dort längere Zeit verharrt(Stunden) und nicht wisse, ob jemand am selbigen Sitz vorher gehustet hätte oder ob überhaupt im Saal irgendwas desinfiziert würde.

Oder wenn man die Leute in Gasthäuser sitzen sieht, die sich mitten im Shopping Center befindet, und man selbst trägt eine Maske, weil man am Weg zum Supermarkt ist, die aber sich sicher fühlen, weil sie, weil Sie ja getestet/geimpft/genesen sind....

Da kriege ich oft Mals das Gefühl (selbst, wenn ich getestet/geimpft wäre), dass ich als Bürger zweiter Klasse angesehen werde, weil ich ja mit einer Maske rumlaufen muss, damit also unter Generalverdacht stehe!

Da hat jemand mal den Begriff "Impfapartheid" fallen lassen in den Medien. Ich finde zumindest eine Corona-Maßnahmen-Apartheid, die existiert wirklich mit den 3G und der Registrierungspflicht. 

Man nimmt da schon eine Art Spaltung wahr.

Jene, welche sich nicht registrieren und 3Gs vorweisen (oder umgekehrt), dürfen im Lokal nur Take-away nehmen. Fast so wie die 3. Klasse im Zug früher ...

Quellen:

"VERSCHÄRFUNG FÜR CLUBS PCR-Tests als Flaschenhals", orf.at, 16.07.2021

"MÜCKSTEIN/KÖSTINGER: EINIGUNG NACH SITZUNG DER CORONA-TASKFORCE ERZIELT", ots.at, 15.07.2021

"Neue COVID - Öffnungsverordnung - Infos für die Gastronomie", wko.at, Stand: 01.07.2021 (Aufgerufen 17.07.2021 Vorsicht: Teile der Regelungen eventuell nicht mehr aktuell!)

Keine Kommentare: