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Der Artikel wird in zwei Kapitel zu zwei Fragen unterteilt:
Lockdown ab wann?
Contact-Tracing (mittels Datenerhebungen in Form der Registrierungspflicht) gibt es Alternativen?
Kommen wir gleich zum Haarigsten.
1.) Lockdown!
Im Jahr 2020 hatten wir im März bei 158 Infektionen am Tag mit Covid-19 einen Lockdown das war der 16.März.
Donnerstag, den 14.07 hatten wir 332-Neuinfektionen mit "Corona", laut "Presse", man nimmt an, dass das mit der Reisezeit zu tun habe (Zahlen beziehen sich immer auf den Vortag also waren dass die Zahlen für Dienstag 13.07).
Im Übrigen hatten wir ähnlich hohe Zahlen letztes Jahr erst Mitten im August, ist mir noch beim überfliegen, ergänzen von Quellen und korrigieren des heutigen Blogs gerade aufgefallen!
Der zweite Lockdown der "Soft-Lockdown" wurde erst mit 2.November 2020 durchgeführt da waren allerdings die Zahlen weit höher. Über 4300 Neuinfektionen am Tag gab es da(der Google Quelle unten nachschlagbar).
Man wollte damals nicht wie im Frühjahr den Lockdown haben und dann hat man gezaudert, es verzögert und doch (aber zu spät) geschlossen. Und viele Personen dachten auch damals im Herbst, der Lockdown kommt "eh nie wieder".
Sogar in meiner Arbeit (ja hatte ich sogar noch kürzlich) hat man anfangs eher ausgeschlossen, dass es soweit kommen müsste.
Ich bin jedenfalls kein Experte für Viren, aber ich würde eine Neuinfektionszahl von rund 2370 am Tag als Anlass für einen österreichweiten Lockdown nehmen, wenn ich gefragt würde.
Es sei, denn diese Zahlen kommen wirklich nur in einem einzigen Bundesland zu stande, aber dass gilt als sehr unwahrscheinlich.
Die Zahl 2370 ist nicht zufällig gewählt. Es ist bekannt, dass die Delta-Variante 1/15 so starken Verlauf hat wie der ursprüngliche Corona-Virus. Ich nehme an, die Entscheidung bei genau 158 Neuinfektionen zu "lockdownen" war prinzipiell damals keine falsche, nur die Folgen, die man damals vernachlässigte, waren weit schlimmer. 2370 Delta-Neuinfektionen entsprechen also derselben Intensität wie 158 Sars-Cov2-Neuansteckungen (aus Wuhan).
Zumal auch Impfungen dagegen kaum ansprechen.
Sowohl beim 1. als auch beim 2. richtigen Lockdown ab 17. November dann gab es Dinge, die richtig als auch falsch gemacht wurden.
Anderseits neue Fehler gemacht oder weniger Möglichkeiten gehabt, da manche aufgehoben wurden.
Tja, ich wollte hier diesen Blog nutzen, um Gründe für eine Abschaffung der Registrierungspflicht mitzuteilen, aber je länger ich schreibe, desto mehr sprechen die Fakten eine Sprache, dass wir bald eh wieder Lockdown leider haben. Aber ich versuche es so gut wie möglich positiv Teil 2 zu schildern(bin nicht gerade jemand, der Leuten ins Gesicht gut lügt), man möge mir verzeihen, wenn es nicht so selbstbewusst klingt.
Aber immerhin geht es im folgenden Teil um Ereignisse von vor 1 Monat bis hin erst vor ein paar Tagen also kann ja doch sein, dass wir noch die Kurve kriegen:
2.) Alternative zur Registrierungspflicht
Auf einer deutschen Webseite habe ich das erste Mal, dass Wort "Covid-Tagebuch" gefunden. Im Übrigen nicht auf einer Verschwörungstheorie-Webseite, sondern just beim Robert-Koch-Institut.
Und es ist sogar mehrsprachig.
Hier findet sich ein noch besseres Konzept davon(sowohl online als auch als Ausdruck benutzbar):
"Mein Corona-Kontakttagebuch Zeitraum Name"(pdf-Dokument) von infektionsschutz.de
Wenn man daraus eine App machen würde oder so etwas 30-Tägig für genau ein Monat rausbringt, z.b. im A5-Format hätte man eine Alternative, dass kriegt dann jeder vom Staat geschenkt.
Oder von mir aus Gastronomie, Schwimmbäder, Kinos etc.(wer schon eins hat braucht keines mehr).
Aber natürlich ein Blatt Papier, wo man Daten sammelt, ist natürlich kostengünstiger, zumal man Telefonnummer und Name der "braven" Bürger im Bedarfsfall weiß.
Ich hab mir sogar was ganz Neues überlegt:
Die Alternativ-Variante: Entweder 3G oder Gäste-Registrierung.
Und es wird sogar besser: Für Hard-Core-Anhänger der Gäste-Registrierung: Selbst wenn es keine Gäste-Registrierung ab 22.Juli mehr gibt kann man ja noch freiwillig seine Daten hergeben. Wie wäre dass?
Übrigens zum Abschluss einige Hoppalas und Berichte zur Registrierungspflicht in 2 unserer Nachbarländer:
Ein Beamter in Karlsruhe berichtet gegenüber oe24:
"Bei der Gästeregistrierung soll es Probleme geben, kritisiert Bühler. Die Besucherkontakte seien händisch erfasst worden und jeder zweite Zettel sei nicht verwertbar gewesen, weil Informationen fehlten oder falsch waren."
-Zitat: oe24.at
Klingt nach Hieroglyphen-Handschriften oder dem typischen Symptom, das bei Unterschriftenaktionen auftritt: Daten sind nicht immer ganz vollständig. Aber gut, wenn man Leute zu was zwingt in diesem Fall zur Registrierung(obwohl sie ohnehin bereits zahlen als Gäste) muss man auch nicht erwarten, dass alle davon ehrlich sind...
Aber es gibt noch bessere Gründe, wieso, dass ganze um die Gäste-Registrierung zumindest in der Gastronomie eher wie ein Bluff rüberkommt und vielleicht sogar einen Vorgeschmack von dem, was an Bürokratie uns womöglich auch erwartet.
Das Schweizer Medium "Bazonline" berichtete etwa:
"Seit Einführung der Corona-Massnahmen müssen die Gäste von Restaurants und Hotels ihre Personalien registrieren und ihre Adressen und Telefonnummern hinterlassen. Eine Umfrage der «Basler Zeitung» unter den wichtigen Wirten in der Stadt ergibt aber, dass es nie Nachfragen zu den Personendaten durch das Gesundheitsamt gibt.
Schon früh signalisierten viele Gäste mit falschen Adressen, dass sie die Registrierungspflicht in Restaurants für einen Eingriff in die Privatsphäre und für übertrieben halten. Auch die Gastronomen beklagen sich über die zeitaufwendige Auflage.
Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begründet die Massnahme damit, dass andere Schutzmassnahmen wie die Maskenpflicht in den Restaurants nicht konsequent eingehalten werden können.
Was in der Theorie vernünftig erscheint, erweist sich in der Praxis offenbar als Papier- und Zeitverschwendung. Dies zeigt zumindest eine Recherche der BaZ.
Lars Lolischkies, Kommunikationsleiter und Verantwortlicher für die Einhaltung der Corona-Massnahmen von der Rhyschänzli-Gruppe: «Nie wurden wir seit Einführung der Registrierungspflicht im Zusammenhang mit einer Ansteckung kontaktiert, nie mussten wir die aufgenommenen Daten herausgeben».
Die Rhyschänzli-Gruppe betreibt fünf Restaurants mit Innenräumen, welche bereits letztes Jahr geöffnet wurden. "
-Zitat: bazonline.ch
Also auch in der Schweiz ist unter Lokal-Besuchern die Registrierung nicht so begehrt wie hierzulande.
Aber dieser Artikel aus der Basel hat noch einige andere erwähnenswerte Passagen, ich habe hier wirklich nur die aus meiner Sicht essentiellsten für dieses Thema hervorgehoben:
"Auch die Verantwortlichen des Hotels Basel und des Stadthofs teilen mit, es habe sich noch nie jemand vom Kanton nach den Adressen und Telefonnummern erkundigt. Dies scheint flächendeckend der Fall zu sein. Denn die Liste der Restaurants und Hotels, die das bestätigen, kann mühelos weitergeführt werden. Das fehlende Interesse des Gesundheitsdepartements an den gesammelten Personaldaten kann in der momentanen Situation nicht erklärt werden. Eine übermässige Belastung der Staatsangestellten wegen explodierender Fallzahlen und schwer rückverfolgbaren Ansteckungsketten wird nicht geltend gemacht.
Aufwendige Abklärungent
Die Nachverfolgung von Kontaktdaten ist generell aufwendig. So müssen die Staatsbeamten nicht nur einen potenziell Erkrankten telefonisch erreichen, um zu erfahren, wann und wo er in welchem Restaurant gespeist hat. Es muss in der Folge auch der Wirt konsultiert werden, um mögliche Kontaktpersonen herausfiltern zu können.
Das ist zeitintensiv. Der Stadthof-Wirt Joseph Schüpfer behauptet aber auch ganz einfach: «Es gab in den Beizen selbst vor der Schliessung keine Ansteckungen.»
Wahrscheinlich also, dass die ausbleibende Nachfrage mit der Wirksamkeit der restlichen Einschränkungen (4-Personen-Regel und Mindestabstand zwischen den Tischen) erklärt werden kann. Nun aber wurde ausgerechnet das Contact-Tracing verschärft. Jene Massnahme also, die wenig effektiv ist und viel Konfliktpotenzial besitzt. Dazu hat sich Maurus Ebneter, Präsident des Wirteverbands BaselStadt, bereits in der BaZ geäussert. Zum Missmut der Wirte müssen seit dem zweiten Lockdown alle Gäste am Tisch ihre Daten dem Restaurant hinterlassen. Zuvor wurde dies nur von einer Person am Tisch erwartet. "
Quellen:
Delta-Variante - Sechs geimpfte Personen nach Club-Besuch infiziert, oe24.at, 12.07.2021
"Mehrsprachiges Tagebuch von Kontaktpersonen", rki.de, 15.09.2020
"Mein Corona-Kontakttagebuch", infektionsschutz.de, 15.12.2020
"Registrierungspflicht in Basler Beizen erweist sich als Papiertiger", bazonline.ch, 15.06.2021
Übersicht der Corona-Zahlen auf Google, google.com, letzter Zugriff: 15.07.2021 01:29
Quellen nur für die Recherche:
"PressReader.com -Zeitungen aus der ganzen Welt", 16.06.2021, pressreader.com
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