Alle freuen sich in Österreich über die Lockerungen.
Alle?
Alle, außer ich.
Contact-Tracing, digitaler Impfpass, Bewegungsdaten(Handy), es gibt genug Gängeleien, mit denen man die Normalbevölkerung in Schach zu halten versucht.
Jedenfalls, solange es eine Registrierungspflicht in der Gastronomie gibt, sieht man mich dort nicht mehr.
Am besten war nämlich immer noch die gute alte Normalität!
Und diese Normalität bedeutete so viel mehr als nur unsere Freiheits und Grundrechte, die eingeschnitten wurden seit Corona. Da war eine Zeit, da konnte man im Internet surfen und wurde nicht überall von Werbevideos erschlagen oder dass Videos automatisch beim Aufrufen einer Webseite gestartet werden.
Auf die Website-Besucher entsprechen Rücksicht zu nehmen, nannte man damals "Usability".
Online-Werbung ist heute überall präsent. Klar, in den 90ern waren es noch die lästigen Pop-Ups, aber verglichen mit damals ist beispielsweise das heutige Internet extrem mit Werbung vollgepflastert.
Ein Youtube ohne Werbung? Eine Zeit vor Facebook. Myspace? Daran können sich aktuelle Generationen gar nicht erinnern.
Nicht nur die E-Mail Posteingänge werden mit Werbe-Bannern und Werbe-Mailtexte versetzt, viele Apps am Smartphone haben Werbung.
Auch das Fernsehen war in den 90ern noch etwas besser als heute, ich habs dann so ab 2005 nicht näher verfolgt, muss ich dazusagen, zu beschäftigt mit der Ausbildung.
Da war sogar der ORF relativ gut, heute würde ich nicht mal unter Folter diesen Sender einschalten.
Werbung im Radio hat es auch immer schon gegeben, aber es war nie lästiger als seit der Corona-Pandemie, wo man teilweise 3x am Stück Werbung zu Corona-Maßnahmen oder Aufrufe zur Impfung erhält.
Da schalte ich ehrlich gesagt lieber ausländische Radiosender ein, weil selbst wenn ich nur die Lieder verstehe, verstehe ich immerhin keine Werbung.
Die gute alte Normalität war die Zeit zwischen den 2000ern und 2012.
Bereits mit der Vorratsdatenspeicherung 2012 nahm es seinen Anfang die Bürger auf Schritt und Tritt zu überwachen(ehrlich gesagt müsste man schon sagen, dass dies vorher erfolgt, wenn man die NSA und viele anderen Facetten hernimmt).
Aber die NSA ist ja in Amerika daheim. Wobei es ja ein interessanter Zufall war, dass 1 Jahr vor dem Whistleblowing durch Edward Snowden bereits bei uns in Europa eine Vorratsdatenspeicherung seitens Regierung eingeführt wurde.
Auch wenn die Vorratsdatenspeicherung dann 2014 gekippt wurde, gab es immer wieder neue Manöver, die Bevölkerung auszuspähen. Und gegen alles Protest einzulegen ist schwer möglich.
Quo vadis (wohin wird das führen)?
Nun, dass weiß man derzeit noch nicht, aber wenn endlich der Umstand, dass die Bundesregierung viel zu viel Kontrolle über die Bürger üben kann, in das Bewusstsein der Bevölkerung klar wird, kann vielleicht eines Tages eine Rückkehr in die goldenen Zeiten für die Freiheit wieder möglich sein.
In den USA gibt es das Sprichwort, dass man die Bevölkerung niemals die ganze Zeit hinters Licht führen kann. Ich stelle nun die kühne These auf, dass das auch für Freiheitsrechte gilt:
Man kann allen Menschen die Freiheitsrechte eine Zeit lang nehmen, man kann einigen Menschen die Freiheitsrechte die ganze Zeit nehmen, aber man kann nicht allen Menschen für immer die Freiheitsrechte nehmen!
Doch für heuer sehe ich da noch leider schwarz.
Inzwischen kann man nur abwarten und hoffen, dass zumindest die gleichen Rechte wie vor der Corona-Situation im Jahr 2020 eines Tages wieder zurückgegeben werden und nicht alles in Richtung eines zweiten China sich in Europa entwickelt!
Nachwort 23.05.2021:
Achja und die viele Werbung und "zahle x um y zu erhalten", die nerven auch.
Früher hat man eine Online-Zeitung gratis lesen können, jetzt geht es alles immer mehr in die Richtung: Zahl doch etwas um den Artikel zu lesen. Nein, danke!
Ich kenne Leute die fladern die Sonntags-Zeitungen, und ich muss gestehen ich verstehe dieses Verhalten angesichts der "neuen Normalität" sowie neuen digitalen Zeitalters in der das ganze Internet mit Werbung und "zahlen zahlen zahlen" vollgepflastert wird. So mit Werbung übersät und verkommerzialisiert war das Internet am Ende 20.Jahrhundert noch nicht!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen