Freitag, 31. Juli 2015

Gegen Hetze hilft nicht Feuer sondern Sensibilisierung und Zuhören der Bürger

Selbstredend darf Hetze keinen Platz in Österreich haben.
Das ist meine Meinung und da gibt es auch nichts dran zu bemängeln.
Hetze ist verletzend und daher schädlich für das Zusammenleben der Individuen eines Staates.


Die Konsequenzen in Form von Hire & Fire seitens renommierter Organisationen (Mitarbeiter hatten Facebook-Einträgen welche den Strafbestand des Aufrufs zur Verhetzung erfüllten also genau gesagt einem Verstoß gegen den Verhetzungsparagraphen es gilt die Unschuldsvermutung; abgesetzt) welche kürzlich erfolgten helfen jedenfalls weder die Missstände in den Erstaufnahmezentren für Asylwerber und Helfer zu bessern, noch eine Abrüstung der Gedanken zu bewerkstelligen.


Es bleibt die Frage im Raum ob internationale Organisationen dadurch mehr Glaubwürdigkeit in Österreich (das anders als die meisten EU-Staaten seine Quote mehr als sehr gut erfüllt hat; laut Süddeutsche Zeitung kommen auf 1000 Einwohner 3,3 Flüchtlinge, womit Österreich hinter Schweden (7,8), Ungarn (4,2) an dritter Stelle rangiert, während die EWG-Gründungsstaaten ihren Quoten überwiegend mangelhaft nachkommen) gewinnen oder sogar einbüßen.


Auf Webseiten von Medien welche über die Hetz-Postings berichteten sind inzwischen Kommentare mit dem Aufruf die betroffenen Organisationen zu boykottieren aufgetaucht.

Aus meiner Sicht sollte (verstecktes) Mobbing in Firmen auch nicht mehr toleriert werden!!
Denn Mobbing ist verletzend und kann der Glaubwürdigkeit eines heimischen wie auch internationalen Unternehmens schaden.
Ich denke am Beispiel eines ehemaligen Porsche-Lehrlings etwa, dass das dieses Verhalten stark überzogen war und wieder einmal gut aufzeigt, wie Schutzlos der Bürger gegenüber die Wirtschaft ausgeliefert ist im Zweifelsfall.
Keine Frage, wenn man indirekt aufhetzt ist dies nun mal illegal, aber gerade wenn jemand noch in Lehre ist, wird doch durch eine Kündigung die Zukunft komplett verbaut, obwohl eine unpassende Meinungsäußerung jeden eigentlich rausrutschten könnte mal(je nach Stimmung).

Nur weil man Mobbing nicht ahnden kann, da anders als Einträgen auf Facebook diese Form des perfiden Schikanierens besser verdeckt erfolgt, heißt, dass das nicht das man es ignorieren sollte.
Mobbing kann zu psychosomatischen Langzeitfolgen folgen führen, und findet selbstverständlich auch in renommierten Unternehmen statt.
Nicht einmal in Deutschland, wo sich die Medienlandschaft sehr des Themas annimmt, gibt es bis heute eine rechtliche Möglichkeit als Mobbing-Opfer im Beruf sein Recht einzufordern, wie Spiegel im Jahr 2014 berichtete.


Jedenfalls schweife ich schon vom eigentlichen Thema ab.

Feuer mit Feuer zu bekämpfen ebnet weder den Weg einer Sensibilisierung der (mehrheitlich übersolidarischen) österreichischen Bevölkerung, noch wird eine friedliche Atmosphäre für einen sachlichen Dialog (Bezirksquoten, EU-weite Quoten oder Volksentscheid zum Thema Asyl) ermöglicht.


Den Bürgern zuzuhören, muss wieder Gebot der Stunde werden.

Die demokratische Lösung:
Man sollte den österreichischen Bürgern Ihr Recht auf einen Volksentscheid nicht vorenthalten, nicht nur im Sinne der Republik Österreich, sondern auch aller zukünftigen Asylwerber braucht es bald eine Entscheidung.



Die alternative Lösung:

Es wäre (bevor der soziale Frieden nicht mehr zu retten ist) sehr zu begrüßen, wenn die Regierung und alle anderen, denen das Thema Asyl ein Anliegen ist, (und helfen können) wenigstens zusammen auf einem runden Tisch langfristigen Lösungsmaßnahmen ausarbeiten.
Auch interessierte Unternehmen, NGOs, Bürgerbewegungen und die gewählte Opposition im Parlament sollen gehört werden.
Hier braucht es eine gemeinsame Kraftanstrengung zur Lösungs-Findung ähnlich einer Allparteienregierung.







Quellen:


Österreich stoppt neue Asylverfahren, Süddeutsche Zeitung, 12.Juni 2015


Mobbing-Opfer haben vor deutschen Gerichten kaum Chancen ,Spiegel.de, 07.04.2014


Mobbing am Arbeitsplatz, Berliner-Zeitung.de, 04.03.2013

Hasspostings auf Facebook können Mitarbeitern den Job kosten, Salzburg.com, 30.07.2015

Hasspostings: Entlassungen sind kontraproduktiv, derstandard.at, 30.07.2015

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