Österreichweit liegt der Schnitt mit Ende Dezember 2014 bei 10,2%
Zuletzt waren 393.674 Menschen österreichweit beim AMS arbeitslos gemeldet
62.157 waren in Schulung.
Macht in Summe über 400.000 Arbeitslose wenn man bedenkt, dass viele der Schulungen nur gedacht sind damit Arbeitslose nicht in der Statistik aufscheinen (das ist leider kein Märchen, ich war mal selbst für etwas 1 Monat in so einem Kurs, wo man hauptsächlich "lernt" Bewerbungen richtig zu formulieren, sich auf Bewerbungsgespräche korrekt vorzubereiten bzw. wie man Jobs sucht, aber natürlich de-facto keine Arbeit hat!).
Es gibt auch Ausnahmen, wenn jemand Geringfügig arbeitet oder studiert kann er/sie auch beim AMS an Kursen teilnehmen.
Dennoch bleibt eine Schulung eine Phase in der man keiner Beschäftigung nachgeht.
Die Ursache für so eine immense Arbeitslosigkeit erklärt "Die Presse" wie folgt:
"Von Dezember 2013 bis Dezember 2014 gab es ein Plus von 0,5 Prozent auf 3.466.000. Das bedeutet: Die Unternehmen haben zusätzliche Jobs geschaffen (wenngleich es sich oft nur um Teilzeitstellen handelt), allerdings nicht genug, um das noch stärker wachsende Arbeitskräftepotenzial (Ältere gehen später in Pension, Zuwanderer kommen neu auf den Arbeitsmarkt) aufzunehmen".
- Die Presse vom 02.01.2015 "60-Jahres-Hoch bei Arbeitslosigkeit"
Hier kann ich nur zustimmen, diesen Missstand habe ich bereits Mai 2013 aufgezeigt.
Es gibt aber auch neue Lösungen aus Deutschland welche Österreichs Unternehmern sowie Arbeigebern helfen könnten!
Momentan hat Deutschland mit 4,9% (man schätzt die Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland für 2015 zwischen 2,90 und 2,94 Millionen ein) die niedrigste Arbeitslosenrate innerhalb der EU.
"Die Presse" schrieb 2 Tage danach am 04.01.2015 von einer Forderung des deutschen SPD-Politikers Sigmar Gabriel nach einem Mindestlohn.
Ohne jetzt die Sozialdemokratie in Deutschland lobben zu wollen, muss ich zugeben, ein paar der Vorschläge wie diese umzusetzen sei sind auch für Österreich (vorallem Wien) durchaus überlegenswert!
So heißt es da etwa im "Die Presse"-Artikel:
So ambivalent wie Hartz IV wird auch der Mindestlohn aufgenommen. „Mit dieser unteren Haltelinie wird jenen Arbeitgebern ein Strich durch die Rechnung gemacht, die ihr Geschäft auf Lohndumping aufgebaut haben“, sagte Stefan Körzell, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB. Bei einer 40-Stunden-Woche entspricht der Mindestlohn 1473 Euro brutto im Monat. 3,7 Millionen Beschäftigte im Niedriglohnsektor sollen profitieren. Es gibt aber Ausnahmen: Wer einen Langzeitarbeitslosen einstellt, kann in den ersten sechs Monaten weniger zahlen. Auch bei unter 18-Jährigen, Lehrlingen und Praktikanten greift der Mindestlohn nicht.
- Die Presse vom 04.01.2015 "Deutschland: Der Mindestlohn als Zankapfel"
Besonders die Forderung, dass man man im Zuge des Mindestlohns Langzeitarbeitslose für 6 Monate zu viel niedrigeren Personalkosten einstellen kann, müsste viele Unternehmer welche etwas knapp bei Kasse sind ansprechen.
Und jenen die wirklich arbeiten wollen, würde wieder (trotz großen Lücken im Lebenslauf) eine Perspektive geöffnet.
Deshalb findet der BHBlog Teile der Forderung auch für Österreich sinnvoll, auch wenn klar ist, dass es vermutlich keinen Mindestlohn in Österreich je geben wird(schon eher eine Mindest-Pension).
Quellen:
"60-Jahres-Hoch bei Arbeitslosigkeit", diepresse.com,02.01.2015
"Arbeitslose: Warum Wien erneut die Statistik anführt", diepresse.com, 02.01.2015
"Deutschland: Der Mindestlohn als Zankapfel", diepresse.com, 04.01.2014
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