Der ORF wird zu seiner großen Hauptabenddebatte und in Doppelpressestunden im Mai vorerst sechs Spitzenkandidaten einladen: Er lädt laut Mittwoch den Stiftungsräten präsentierter Planung "Spitzenkandidaten all jener Parteien und Listen ein, die entweder im derzeitigen Nationalratsplenum in Klubstärke vertreten sind oder bei der letzten EU-Wahl mit ihrer Liste den Einzug ins europäische Parlament geschafft haben und nach wie vor dort vertreten sind". Das erklärte TV-Chefredakteur Fritz Dittlbacher auf STANDARD-Anfrage.
Für weitere Wahlwerber wie Ewald Stadler, Martin Ehrenhauser, Ulrike Haider-Quercia werde es eine Diskussionsrunde der Kleinparteien geben, sagte Dittlbacher.
Unerklärlich ist für Benjamin Heinrich, wieso man Abgeordnete wie Hans-Peter Martin der zwar 3 Mandate bei der Europawahl 2009 erzielte (2 sprangen allerdings ab :Angela Werthmann unterstützt inzwischen die NEOS) eine Bühne bietet, aber zugleich Mag. Ewald Stadler, der auch Listenführer einer Partei war und seit 2011 dort vertreten ist nicht.Diese Vorgangsweise ist eindeutig pro liberal-sozialistisch, und unerhört für einen Steuerzahler finanzierten Sender.
Mag. Ewald Stadler hat bereits als Nationalratsabgeordneter oft genug in seiner Vergangenheit den ORF bekrittelt, daher fasse ich mich kurz:
Kein Wunder also, dass von diesem Fernsehsender der 160.000.000 Euro im Jahr braucht um sich staatlich über Wasser zu halten keine objektive Berichterstattung zur Europawahl oder bei der Ukraine-Krise zu erwarten ist.
Quelle:
Mag. Ewald Stadler über das ORF-Gesetz und die FPÖ, (youtube.com; 01.08.2010)
"ORF zur EU-Wahl: Große Debatte mit Hans-Peter Martin und Neos", (derstandard.at;05.03.2014)
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