Montag, 30. September 2013

Einer weniger

Heute habe ich meinen Parteiaustritt aus dem Bündnis Zukunft Österreich bekannt gegeben.
3 Jahre 8 Monate und 4 Tage nach dem Beitritt.

Zu allen Überfluss?

Nein, denn wenn man (trotz guten Parteiprogramms) erleben muss, dass der Spitzenkandidat Josef Bucher plötzlich für die gleichgeschlechtliche Ehe eintritt, (ohne die Basis zu informieren) ist dies für eine Partei rechts der Mitte, welche für bürgerliche Wähler attraktiv sein soll, ein technisches K.O.

Freilich muss dazu gesagt, werden dass hier Josef Bucher selbst sich von seiner Freundin (Simone S.) verleiten lies so einen Unsinn erst zu fordern:

In einer für den Wahlkampf hergestellten Sonder-Broschüre "WOMAN"-Wahlguide liest sich nämlich von Josef Buchers Freundin auf Seite 9, dass diese sogar noch linksliberalere Ansichten vertritt:

"Meinungsunterschiede sind legitim, zum Beispiel wenn es um das Adoptionsrecht von homosexuellen Paaren geht. „Ich bin da eindeutig dafür – auch wenn es gegen die Parteilinie ist“, „Jedes Kind, das nicht im Heim landet, ist ein gewonnenes Kind. Die Hauptsache ist, dass es liebende Eltern hat. Das Geschlecht ist dabei völlig egal."


Natürlich ist es aus Sicht des BHBlogs auch fragwürdig gewesen für einen NATO-Beitritt zu sein.
Aber schlimmer:
Personaltechnisch wäre es schlauer gewesen auf der Bundesliste auch Mag. Ewald Stadler und Stefan Petzner einzubinden, Koryphäen auf dem Gebiet der Untersuchungsausschüße.

Petzner als Wahlkampfleiter hätte auch viel bessere Ideen gehabt (in Kärnten gab es einen Kino-Spot der sogar aus den Kinos verbannt wurde)
Und Stadler hätte in der ersten Reihe mehr bewirken können als im Hintergrund.
Ob nun seine pointierten Aussagen bezüglich des türkischen Botschafters Teczan oder der ORF-Zwangsgebühren von 150 Millionen, im Parlament traf er den Nagel auf den Kopf.
Leider musste er vom EU-Parlament aus weiter zuschauen und bekam auch als sich die Chance ergab keine Rückkehr zugesagt.

Aber alles in allem wird der Schwenk von konservativ Richtung linksliberale Gesellschaftspolitik letztendlich einige potenzielle Orange-Wähler abgeschreckt haben so, dass diese nun die FPÖ vorzogen!

Bei den Orangen sollte sich nun jeder Fragen was für Konsequenzen gezogen werden sollten.

Ganz richtig erkannt hat dies Stefan Petzner der twitterte:

"wichtig für ursachenforschung: laut wählerstromanalyse von sora hat bzö seine meisten wähler an fpö verloren. nämlich 173.000!
"


Update 1.10.2013:
Auch Buchers Forderung einer Kooperation mit den linksliberalen NEOS dürfte die Mitglieder an der Basis ,Funktionäre aber noch ärger die Wähler verunsichert haben (wie schon damals als Abgeordnete zu Stronach wechselten). So nach dem Motto "wozu Orange ?" wenn die dann eh Pinke oder Stronach Abgeordnete werden könnten ..

Quellen:

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