Der Wiener Gemeinderat Wolfgang Aigner tritt aus der ÖVP aus. Anlass dafür ist ein drohendes Parteigerichts-Verfahren. Aigner hatte kürzlich bereits dem ÖVP-Klub den Rücken gekehrt und war "wilder" Abgeordneter im Wiener Rathaus.
"Ich werde mich diesem Verfahren nicht stellen und aus der ÖVP austreten", erklärte Aigner. Das Schiedsgericht hätte prüfen sollen, ob Aigner "parteischädigendes Verhalten" an den Tag gelegt habe und deshalb ein Parteiausschluss anzudenken ist. In seinem Begründungsschreiben, das Heute vorliegt, erklärt der Gemeinderat, dass er das Ergebnis des Verfahrens schon im Vorhinein kenne - nachdem "die geschäftsführende Parteiobfrau bereits vorab so nett war, das von der Spitze gewünschte Ergebnis ins Internet zu stellen".
Der Benjamin Heinrichs Blog kommentiert:
"Nicht nur, dass die ÖVP Wien sich mit dem Verlust eines Gemeinderates selbst am Rande der Implosion gebracht hat, nun versucht man diese Implosion sogar noch zu beschleunigen indem die Chefin der Wiener schwarzen Frau Tamandl in lausbubischer Manier einen Ex-Gemeinderat versucht übers Internet schlecht zu machen.
Die Wiener ÖVP ist nur mehr ein Scherbenhaufen ihrer selbst und seit Tamandls Parteiübernahme nur mehr auf einem Ego-Trip, statt etwas für die Bürger der Stadt Wien zu leisten!
Der Gemeinderat hat gut daran getan diese Egomanen-Partei (welche außerdem auf Ihre Basis keine Rücksicht nimmt) zu verlassen."
"Wer schon dachte Marek wäre schlecht, der merkt nun Tamandl ist wirklich schlecht", kritisiert Benjamin Heinrich.
Update 2.10.2011 :
Der Ex-VP Gemeinderat ist nun zur FPÖ gewechselt.
Quelle:
Wiener Gemeinderat Aigner tritt aus ÖVP aus (heute.at, 29.09.2011)
Nächster Schlag für Wiens ÖVP: "Rebell" geht zur FPÖ
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