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Sonntag, 8. Januar 2012

ÖVP Wien genauso präpotent wie Rot-Grün

In einem derstandard.at -Interview äußerste der Wiener VP-Chef Manfred Juraczka sich auch zum Thema Autofahren in Wien.
Und sagt: "Weniger Verkehr, ohne Autofahren zur sozialen Frage zu machen".

Eine dessen Aussagen zeigt, dass auch die Wiener ÖVP die Mittelschicht nur weiter belasten statt entlasten will.


Juraczka: [...] Es gibt einkommensschwache Menschen, die das Auto aus beruflichen Gründen brauchen. [...]


Nun fragen sich wahrscheinlich die ein oder anderen Mitleser: "Weiß die ÖVP Wien denn nicht, dass Autos recht hohe Kosten mit sich bringen?“

Und da die Wiener ÖVP dies völlig ignoriert, zeigt sie dass sie genauso präpotent wie die Wiener Grünen und SPÖ ist.
Denn anscheinend vermuten diese 3 Parteien "Geld würde auf Bäumen wachsen oder Familien die immerhin 3 Autos haben bekamen diese im 2 Plus 1 Gratis -Angebot...."


Dies zeigt jedenfalls die Wertvorstellung der ÖVP Wien, nämlich dass die Mittelschicht Ihr vollkommen egal ist.



Definitiv zeigt sich spätestens für jene die mir nach überfliegen des Interviews (vom Link oben) immer noch nicht glauben die Bestätigung, dass die ÖVP Wien KEINE Partei der Mittelschicht ist, wenn man diese zwei Absätze analysiert:



Standard: Die Grünen haben den Preis für die Jahreskarte gesenkt.

Juraczka: Aber gleichzeitig wurden die Tagestickets erhöht. Leute, die zum Umsteigen bewegt werden sollen, fangen peu à peu mit Tagestickets an. Das ist nicht der Anreiz, den ich mir vorstelle.



Wie man eindeutig erkennen kann, denkt der Chef der ÖVP Wien wirklich, dass Geld auf Bäumen wächst!
Es sieht so aus als würde die ÖVP Wien uns weiß machen wollen, dass eine 365€-Jahreskarte nicht gut genug ist.  Eine Tageskarte von 2€ (4€ hin und zurück, wo immer gezwickt werden muss bei Richtungswechsel) wiederum schon gut wäre aber viel zu teuer (nach ÖVP Meinung stellvertretend für die Autokosten wäre).
(Quelle heute.at: Preise Jahreskarte -Tageskarte)


Die ÖVP Wien glaubt wohl allen Ernstes die monatlichen Kosten für ein Auto wären "schlappe 120€  (die Kosten einer Tageskarte mit Hin und Retour-Fahrt bei 30 Tagen) wenn man dies schlussfolgert.
Weiters stellt sie (anscheinend nach der Wurstsemmel-Sager Usus in jeder ÖVP Landespartei) die unfassbare These auf, dass 72€ monatlich (20 Arbeitstage, hin und retour ; gerechnet mit dem alten Preis des Tagestickets 1,80€) 
gegenüber 38€ monatlich bei der Jahreskarte(umgerechnet von 449€ im Jahr dem alten Preis geteilt durch 12 =>ergibt Preis eines Monats), ein "Anreiz" sind.

Da würde Einstein im Grab rotieren, bei diesen Rechenkünsten!


Man müsste eigentlich ehrlich zugeben (und dafür müsste sich die ÖVP nicht einmal schämen, weil peinlicher sind obige Statements vom Stadtparteichef), der große Vorteil an der Jahreskarte ist doch, dass man mehrmals hin und retour an einem Tag fahren kann und dafür nicht Extra bezahlt.

Der neue Preis von 365€ jährlich ist sicher etwas hoch aber (wenn man die Ticketpreise als Kriterium her nimmt) Preis/Leistungstechnisch noch die beste Wahl unter den Fahrscheinen.




305€ betragen die monatlichen Kosten für eines der billigsten Autos, dies ist weit mehr als man mit Jahreskarte(30-31€) oder Tageskarte(120€ bei 2 pro Tag) nach den Preisänderungen zu bezahlen hat.
Man kann sich fast schon eine Jahreskarte damit leisten.


UND: Viel Bürgerinnen und Bürger haben noch höhere monatliche Kosten sowie mehrere Autos, müssen also immer tiefer in die Tasche greifen!



Aber: "Nirgends in Wien finden Sie den selben Fahrkomfort wie im Auto.
Deshalb verwehre ich mich dagegen, dass man die Autofahrer zum Prügelknaben macht!
Autofahren ist leider sehr teuer und wird immer teurer"
, zählt Benjamin Heinrichs Blog die Fakten auf.



Wenn also die Stadt-ÖVP wieder einmal zum Thema Autofahren Stellung nimmt, sollte sie lieber nicht mehr von "einkommensschwache Menschen, die das Auto aus beruflichen Gründen brauchen" sprechen sondern von Bürgern, die so hohe Kosten für das Auto aufbringen müssen (Vignette, Sprit, Reparatur und viele mehr) , dass diese bald einkommensschwach sind wenn rot-grün weiterhin so immens die Autofahrer belastet!


"Die ÖVP reiht sich damit als dritte Partei neben Grüne und SPÖ in Wien(höhere Parkschein-Preise ab
März 2012 in Wien laut ÖAMTC) welche, dass Autofahren für zu billig hält, dies bringt auch bürgerliche Wähler dazu, vor Angst vor der ÖVP zu fliehen!"