Wie man es nennt "Sanfte Abfuhr" oder "keine Vermittlerrolle" ist ziemlich unerheblich.
Beobachter der internationalen /Weltpolitik werden sich vielleicht fragen wieso das "neutrale" Österreich, nun im Zuge der Probleme in Syrien und den neuen Konflikten um West (USA/Großbritanien/EU) und Ost (vorwiegend Russland) keine Vermittlerrolle bekommen hat.
Nun das ist schnell erklärt.
Seit dem Jahr 2014 gibt es seitens EU damit auch Österreich und Deutschland Sanktionen gegen die Russische Föderation.
Den Aussagen der russischen Diplomaten und Vertreter habe ich entnommen, dass diese sich eine Einstellung dieser erwarteten.
Zwar sprachen sich 53% der Österreicher laut einer Umfrage in 2014 gegen weitere Sanktionen Russland betreffend aus, aber die Sanktionen wurden mehr und nicht weniger.
Der Benjamin Heinrich Blog hat schon im Jahr 2015 im Zuge eines Autorenkommentars eine Einstellung dieser Sanktionen gefordert.
Natürlich hat auch die neue türkisch-blaue also Kurz-Strache (ÖVP/FPÖ)- Koalitionsregierung an den Sanktionen nichts bewegt was in Richtung einer Aufhebung dieser geht.
Damit sind weiterhin Händler die mit Russland zusammenarbeiten wie auch Russland Opfer einer Sanktion die im Auftrag des Westens mit aller Kraft aufrecht gehalten wird (trotz negativer Konsequenzen auf den eigenen Handel).
Sebastian Kurz und oder Außenministerin Karin Kneissl müssen sich also nicht wundern, wenn Russland durch Außenminister Sergej Lawrow vermitteln lässt, dass man der Bundesregierung und (weil in diesem Fall ganz und gar nicht neutral als EU-Knecht) Österreich keine Vermittlerrolle zutraut.
Würde ich auch nicht anders machen
Quellen:
"Sanfte Abfuhr für Kneissl in Moskau", diepresse.com, 20.April 2018
"Kneissl in Moskau: Lawrow sieht keine Vermittlerrolle Österreichs", diepresse.com, 20.04.2018
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