Wie "Der Standard" berichtete und IT-Experten wissen, lassen sich solche "Netzsperren" oft sehr leicht umgehen.
In diesen Fällen sogar ohne wirklich viel Know-how.
Jedes Gerät, das am Netz hängt, hat eine IP-Adresse. Jede Website (z.b. google.at) hat eine IP-Adresse.
Ein Test in der Kommandozeile:
Start=>Ausführen=>CMD oder Windowstaste+R =>CMD.
Mit dem Befehl Ping erfährt man von einer Webseite die aktuelle IP-Adresse.
Das ist insofern notwendig, weil manchmal der DNS-Server (ein individueller meist vom Internetanbieter vorgegebener Rechner der die ganzen Seitennamen mit IP-Adressen assoziieren kann) ausfällt oder nicht funktioniert.
In dem Falle wird vorausgesetzt, dass via IP-Adresse ein direkter Zugriff möglich ist(auch dieser kann, muss aber nicht vom Internetanbieter gespert werden).
Pingt man also google.at an erfährt man das die aktuelle IP-Adresse 64.15.113.114 ist:
Pingt man also google.at an erfährt man das die aktuelle IP-Adresse 64.15.113.114 ist:
ping google.at
Ping wird ausgeführt für google.at [64.15.113.114] mit 32 Bytes Daten:
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=10ms TTL=58
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=9ms TTL=58
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=9ms TTL=58
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=9ms TTL=58
Natürlich gibt es auch Webseiten im Netz, mit denen man einen "Ping" senden kann, sodass dies auch funktioniert, wenn der eigene Internet-Anbieter die DNS-Einträge sichtlich gesperrt hat.Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=10ms TTL=58
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=9ms TTL=58
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=9ms TTL=58
Antwort von 64.15.113.114: Bytes=32 Zeit=9ms TTL=58
Methode 1:
Netzsperren-Umgehung mittels IP-Adresse.
Derstandard.at zufolge hat Kinox.to momentan die IP: 91.202.61.170
und movie4k.to die IP: 91.202.63.160
Wenn sich der Standort eines Servers ändert, dann ändert sich die IP-Adresse, deshalb gibt es auch eine 2.Methode welche aber etwas aufwändiger ist.
Im Browser gibt man einfach die jeweilige IP-Adresse also z.B: 64.15.113.114 ein und schon erscheint dieselbe Seite, in diesem Falle Google Österreich.
Methode 2:
Google DNS/Alternativer DNS-Server
Es muss nicht Google, sondern kann auch jeder andere DNS-Server sein, nur ist dieses Beispiel am bekanntesten.
Wikileaks führt z.b. eine Reihe von alternativen Public DNS-Server.
Eine sehr ausführliche Beschreibung listet Google auf (für Windows/Linux/Mac).
Das sind Änderungen die man direkt im Betriebssystem oder Router(falls man einen verwendet) durchführt, um nicht vom DNS-Server des eigenen Internetanbieters abhängig zu sein (wenn der Anbieter Seitenname UND IP-Adresse sperrt, ist dies sehr vorteilhaft zur Umgehung).
Nachtrag 31.05.2017
Diese Tipps sind alt und funktionieren in dem geschilderten Fall nicht mehr.
Es soll aber angeblich neue Webadressen für die beide Seiten existieren.
Quellen:
"Kinox.to heißt jetzt kinox.tv: Zehn Punkte zur Sperre von Piratenseiten, derstandard.at ,3.Oktober 2014
"Using Google Public DNS", google.com
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