Ewald Stadler fordert ÖGB zur Aufklärung des Massakers im Gewerkschaftsgebäude in Odessa auf
Offener Brief mit Appell an den österreichischen Gewerkschaftsbund-Präsidenten Foglar
Wien (OTS) - EU-Mandatar Ewald Stadler (REKOS) verurteilt das
Massaker im Gewerkschaftsgebäude in Odessa. In einem offenen Brief
ruft Stadler den Präsidenten des ÖGB, Erich Foglar, zu sofortigem
Handeln auf. Die Todesopfer wiesen nachweislich Spuren äußerer
Gewalteinwirkung auf, welche durch Brandlegung verwischt werden
sollten.
Aufgrund der in der Gewerkschaftsbewegung propagierten
internationalen Solidarität in der Arbeitnehmerschaft habe der ÖGB
für eine umfassende Aufklärung mit Unterstützung der European Trade
Union Confederation (ETUC) mit zu sorgen. "Nur eine objektive und
lückenlose Aufklärung der schrecklichen Ereignisse von Odessa kann zu
einer friedlichen Lösung des Konfliktes in der Ukraine beitragen."
unterstreicht REKOS-Chef Ewald Stadler.
-OTS.at vom 11.Mai 2014
BHBlog:
Der Großteil der Menschen welche in Folge einer Straßenschlacht und Brandstiftung seitens Nationalisten ums Leben gekommen sind waren Regierungsgegner. Auch wenn, dass meines Wissens seitens ORF kaum Erwähnung in der Berichterstattung fand.
Das ärgert mich wirklich sehr!
Heise.de hat darüber umfassend berichtet, hier ein Ausschnitt davon:
Wie der ukrainische Innenminister Arsen Awakow erklärte, starben bei den Auseinandersetzungen im Gewerkschaftshaus von Odessa 42 Menschen. 125 Menschen wurden verletzt. Bereits gestern Nacht sprachen Kritiker der Regierung allein von 38 Menschen, die beim Brand im Gewerkschaftshaus ums Leben kamen.
Als sich Gegner der neuen Regierung in Kiew, genannt auch "Beschützer von Charkow", den Demonstranten in den Weg stellten, entstand eine Straßenschlacht. Die Fußball-Fans und Nationalisten steckten dann ein Zeltlager der Regierungsgegner nicht weit vom Gewerkschaftshaus in Brand. Als sich die Regierungsgegner dann in das Gewerkschaftshaus flüchteten, warfen die Nationalisten Molotow-Cocktails in die Fenster des Gebäudes.
-heise.de vom 3.Mai 2014
Am 10.Mai.2014 gab die Website Ria Novosti bekannt, dass 46 Menschen in dem Gewerkschaftsgebäude ums Leben kamen und bestätigte, dass es überwiegend Gegner der Regierung in Kiev waren die dabei ihr Leben liesen:
Bei dem Großbrand, den rechtsradikale Extremisten und ihre Anhänger am 2. Mai im Gewerkschaftshaus der Schwarzmeerstadt gestiftet hatten, starben Dutzende Aktivisten der Antimaidan-Bewegung. Laut behördlichen Informationen gab es 46 Tote und 214 Verletzte.
In Zuge der Details welche durch Stadler "Todesopfer wiesen nachweislich Spuren äußerer
-de.ria.ru vom 10.Mai 2014
Gewalteinwirkung auf, welche durch Brandlegung verwischt werden
sollten." ans Licht gekommen sind schließt sich der Benjamin Heinrich Blog der Forderung des Europaabgeordneten Ewald Stadlers nach lückenloser Aufklärung seitens Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) im Falle der Tragödie von Odessa an:
Es geht hier um getötete Menschen, die mit der ungewählten Übergangsregierung in Kiev nicht einverstanden waren, da kann man nicht einfach den Mantel des Schweigens darüber hüllen.
Bei Sympathisanten der Maidan-Bewegung hätte man wohl längst Untersuchungen eingeleitet, vermute ich einmal.
Abschließend noch ein Fakt am Rande, dass erst kürzlich auch auf derstandard.at erstmals offen zugegeben wurde aber, von Medien im Osten schon länger bekannt ist:
Die ukrainischen Sicherheitskräfte werden von 400 Söldnern der US-Sicherheitsfirma Academi(vormals Blackwater) unterstützt.
RIA Novosti berichtete bereits am 8.April von der Möglichkeit, dass "150 Spezialisten aus der US-Militärorganisation Greystone in die Ost-Ukraine geschickt worden seien" und die "Amerikaner seien in die Uniform der ukrainischen Spezialeinheit „Sokol“ gekleidet worden.
Nachtrag 29.03.2015
Auf dem deutschen TV-Sender PHOENIX hat Politik- und Wirtschaftsberater Michael Lüders, kürzlich erst bestätigt, was über Blackwater behauptet wurde (es waren sogar mehr Söldner), er sagte:
„Es sollen sich unter anderem auch 500 Söldner der Blackwater-Organisation, die sich mittlerweile umbenannt hat, aber bekannt ist unter diesem Namen, bekannt geworden ist durch die Söldner, die auch in den Irak geschickt worden sind. Etwa 500 also an der Zahl in der Ukraine. Wir haben also nicht nur Russen, die hier auf Seiten der Separatisten kämpfen, sondern auch Söldner auf Seiten der Regierung. Das ist eine gefährliche Entwicklung, eine ungute Entwicklung. Denn es ist ganz klar, dass eine Eskalation nicht ausgeschlossen ist. Und dieser Konflikt kann außer Kontrolle geraten, wenn die russische Seite oder wenn die ukrainische Seite der Meinung ist, sie könnte ganz auf Sieg setzen.“
- Politik- und Wirtschaftsberater Michael Lüders gegenüber Sender PHOENIX
Siehe auch:
"In der Ukraine kämpfen Blackwater-Söldner aus den USA", youtube.com
Quellen:
"Ewald Stadler fordert ÖGB zur Aufklärung des Massakers im Gewerkschaftsgebäude in Odessa auf",ots.at,11.05.2014
"Die Tragödie von Odessa",heise.de , Ulrich Heyden 03.05.2014
"Nach Tragödie in Odessa: Mehr Opferals offiziell bekannt", de.ria.ru, 10.05.2014
"Angeblich 400 US-Söldner auf Seiten der Ukraine im Einsatz", derstandard.at 12.05.2014
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