Samstag, 3. Mai 2014

Anstieg zum Vorjahr: 390.000 Arbeitslose! Regierung lobt und beschwichtigt wiedermal

Am 1.Mai hat auch die ÖVP wieder ins Wahlkampfhorn geblasen:
“Die EU schafft auch Arbeit in Österreich, daher ist der Tag der Arbeit auch ein Europatag”, sagte Karas. “Seien wir froh, dass wir dort dabei sind”, betonte Spindelegger.
 

-Vienna.at

Wie "Die Presse" vom 2.Mai 2014 berichtete, ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr (April 2013) angestiegen:


In Österreich suchen mehr als 390.000 Menschen einen Job. Das sind 10,5 Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Die Aussichten bleiben "noch verhalten", heißt es vom Sozialministerium.

Die Arbeitslosigkeit in Österreich ist im April weiter gestiegen. Insgesamt 390.289 Personen waren Ende April entweder arbeitslos oder in Schulungen, das waren um 10,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dabei gab es in allen Bundesländern sowohl mehr Arbeitslose als auch mehr Schulungsteilnehmer.

Die Arbeitslosenquote (nach nationaler Definition) stieg auf 8,1 Prozent, bei Älteren (ab 50 Jahren) kletterte sie sogar auf 9,0 Prozent. Nach Eurostat bleib die österreichische Arbeitslosenquote unverändert bei 4,9 Prozent. Im EU-Vergleich lag Österreich damit weiterhin am besten Rang aller 28 EU-Staaten. An zweiter Stelle folgt Deutschland mit 5,1 Prozent. Dort verzeichnete man zuletzt allerdings - im Gegensatz zu Österreich - sinkende Arbeitslosenzahlen.


-Die Presse 


Der ORF hat hier wiedergegeben wie es wirklich ist:

"Laut Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ) hat Österreich mit 4,9 Prozent zwar nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenquote der EU - für heimische Jobsuchende bleibt die Lage dennoch düster."

 -ORF.at


Im Übrigen ist auch die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich wieder angestiegen. Sie beträgt nun 9,4%, was einen Spitzenwert bedeutet.

Benjamin Heinrich meint:

Die Beschäftigungspolitik der Bundesregierung SPÖ -ÖVP ist mehr als desaströs.

Ich empfehle folgende Maßnahmen(welche schon in früheren Blogs erwähnt wurden ) zur mittel- bis lang-fristigen Reduktion der Arbeitslosigkeit:

1.) Förderung und Ausbau des freiwilligen sozialen Jahres in ganz Österreich.
2.) Den Ausbau der berufsbildenden Schulmodelle
Wir haben die HTL und HAK als BHS, diese Modelle der berufsorientierten höheren Schulen werden im asiatischen Raum erfolgreich kopiert, warum sollten wir also das alles mit einer Zentralmatura kaputtmachen?
Nicht die BHS, sondern die AHS-Oberstufe muss reformiert werden!

3.)Des Weiteren braucht es gezielte Erwachsenenbildung für die Branchen in welchen es reellen Fachkräftemangel gibt.
4.) Die Regierung muss für die Jugend strengere Kündigungsschutz-Maßnahmen(wie sie Deutschland hat) einführen (nicht bloß für ältere Arbeitnehmer).


Am 1.Mai feiert die Sozialdemokratie immer den "Tag der Arbeit", bringt es aber nicht einmal zustande in ihrer Hochburg (Wien) die Arbeitslosigkeit zu senken(mit 17,7% Anstieg der Arbeitslosigkeit ist Wien hinter Oberösterreich an vorletzter Stelle).
Hundstorfer muss schon am nächsten Tag dann die Arbeitslosigkeit eingestehen (kann es aber nicht sein lassen zu behaupten, dass man im Vergleich zu anderen Ländern besser ist).
Tja wielange noch...

Unter der verschwenderischen SPÖ wird die Arbeitslosigkeit sicher nicht sinken(erst dann, wen sie schon so hoch ist, dass es sich nicht mehr steigern lässt), dass sieht man ja an der zweistellig ansteigenden Arbeitslosigkeit in der Hauptstadt.

Für die ÖVP wäre es schlau, wenn sie einmal die von mir aufgeführten Maßnahmen ergreift, aber ich denke diese empfindet es als wichtiger in Spindelegger-Märchenerzähler-Manier 420.000 Arbeitsplätze zu versprechen, die nie geschaffen werden und Europa als den Himmel auf Erden zu loben.

Die Unwahrheit zu verbreiten, alles gut zu reden, Wähler zu täuschen, anstatt es mit den Bürgern ehrlich zu meinen, was die politischen Engagements angeht (Schüssel: "Wenn wir Dritte werden, gehen wir in Opposition!")scheint bei der ÖVP schon auf dem politischen Menüplan zu stehen.

Wenn man sieht, wie viel Einfluss die Banken über die Staatschefs haben wollen, müsste man eigentlich von EU-Geiseln statt EU-Ländern sprechen.

Da also SPÖ und ÖVP momentan mit dem Wahlkampf und Schönrederei beschäftigt sind, ist nun zumindest eines klar:
Es wäre sehr gut, wenn man das Europaparlament auflöst, damit SPÖ und ÖVP dort nichts mehr zum Melden haben!

Quellen:
"Arbeitslosigkeit steigt im April um 10,5 Prozent",diepresse.com,02.05.2014
"Jugendarbeitslosenquote (15-24 Jahre) im internationalen Vergleich", Quelle: Eurostat Abfrage vom 08.04.2014
"390.289 im April ohne Job", orf.at, 02.05.2014
" 1. Mai in Wien: So präsentierten sich die Parteien am Tag der Arbeit ",vienna.at,01.05.2014

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