Freitag, 28. Februar 2014

Krim: Vladimir Putin muss nun Druck machen um diplomatische Lösung zu erzielen

Bezüglich der Situation an der Krim infolge des Umsturzes in Kiev meint der BHBlog:
Vladimir Putin als russischer Präsident hat die Pflicht für das russische Volk, auch an der Krim sorge zu tragen.

Deshalb muss er nun Druck auf die neue Regierung in Kiev ausüben, um eine diplomatische Lösung zu erzielen, denn die Kippung des Sprachgesetzes seitens dieser hatte überhaupt erst das Fass zum Überlaufen gebracht.
Selbst der Außenminister von Luxemburg Jean Asselborn hat die Abschaffung des ukrainischen Sprachengesetzes mit den Worten "Die Sprachen, die das Volk benutzt, müssen respektiert werden“ bekrittelt.


Aus meiner Sicht gibt es nur 2 Lösungen:
Das Sprachgesetz der Ukraine wird wieder hergestellt, und keine Kampfhandlungen erfolgen(weder auf der einen noch der anderen Seite).
Das heißt aber auch, dass die Europäische Union und Russland gemeinsam im Falle von Verstoßen der Regierung gegen das Gesetz einzugreifen haben und sofort eventuelle finanzielle Hilfsmittel einstellen.

Oder die Krim wird zum autonomen Gebiet erklärt.

An der Krim wird ohnehin der Machtwechsel in Kiev nur von Minderheiten (muslimische Krim-Tartaren) anerkannt, russischsprachige Ukrainer fühlen sich hingegen in der eigenen Heimat entfremdet.

Nur eine diplomatische Lösung kann hier wieder für Frieden sorgen.
Die EU sollte ebenso erst über Unterstützung für die Ukraine nachdenken, wenn geklärt ist, ob die momentane Regierung überhaupt rechtens ist (was sie meiner Meinung nach erst nach Wahlen ist) und die Lage an der Krim sich beruhigt hat.
Auf Krimhalbinsel sprechen über 58% der Bevölkerung russisch, rund 24% ukrainisch, rund 12% sprechen krimtatarisch.

Und an jene welche die Entscheidung Russlands die Schwarzmeerflotte zu verstärken als "Bedrohung des Friedens" ansehen, jenen sei gesagt (und das sage ich als Österreicher):
Würde in Mexiko oder Kanada ein Bürgerkrieg ausbrechen, denke ich nicht, dass die USA einfach nur zusehen würde, auch die USA würde in so einem Falle Truppen an ihre Grenzen stationieren.


Quellen:
"Angespannte Lage auf der Krim", tagesthemen 22:15 Uhr, 26.02.2014, Golineh Atai, ARD Moskau, tagesschau.de

"Außenminister von Luxemburg: Abschaffung von Sprachengesetz in Ukraine ist ein Fehler", 25.Februar 2014, de.ria.ru

Crimean_peninsula ,Wikipedia (Englisch)

Keine Kommentare: