Die statistische Auflistung fehlt allerdings im Internet.
Was kaum verwunderlich ist, denn im Artikel wird mutwillig versucht die Arbeitsmarktpolitik Deutschlands schlechter darzustellen als jene in Österreich.
Obwohl Österreich bereits im April eine deutlich höhere Jugendarbeitslosigkeit aufwies als im deutschen Nachbarland.
Die statistische Auflistung der Staaten mit strengen/niedrigen Kündigungsschutz, habe ich daher beigefügt:
" Kündigungsschutz in den OECD-LändernPortugal 3,0
Tschechien 2,9
Niederlande 2,8
Deutschland 2,7
Frankreich 2,6
Chile 2,5
Schweden 2,5
...
Polen 2,2
Österreich 2,1
..
Belgien 2,1
Griechenland 2,1
Irland 2,9
...
Großbritanien 1,1
Kanada 0,9
USA 0,5
"
Zahlen zitiert aus: Die Presse, Print-Ausgabe 10.08.2013
Die Zahlen reichen von 0 bis 6. Wobei 0 als der niedrigst-mögliche Kündigungsschutz 6 als der höchstmögliche (strengste) Kündigungsschutz gesehen wird.
Laut OECD hat die USA mit 0.5 den niedrigsten Kündigungsschutz, mit 2,1 kommt Österreich im Mittelfeld vor, Deutschland mit 2,7 hat den viert-strengsten Kündigungsschutz.
Diepresse schreibt weiters:
"In Deutschland können Betriebsräte – im Gegensatz zu allen anderen OECD-Ländern – Entlassungen bis zum Gerichtsentscheid hinauszögern. Zudem müssten Arbeitgeber beweisen, dass der Gekündigte in keiner anderen Funktion weiterbeschäftigt werden kann. „Kein Mitgliedsland wendet beide Kriterien gleichzeitig an“, so die OECD.
Österreich liegt, was den Kündigungsschutz betrifft, im Mittelfeld – die Bestimmungen seien „weder zu streng noch zu lasch“, sagt Keese. In den Jahren 2008 bis 2013 gab es keine Veränderungen. Lediglich ältere Arbeitnehmer genießen einen strengen Kündigungsschutz. „In Österreich ist eine Kündigung etwas ganz Normales, man bezahlt eben die Abfertigung und hält die Fristen ein. In anderen Ländern ist Kündigen fast unmöglich“, sagt Helmut Hofer, Arbeitsmarktexperte am Institut für Höhere Studien (IHS). Einen „zweigeteilten Arbeitsmarkt“ habe es hierzulande nie gegeben, befristete Jobs seien nur in geringem Ausmaß ein Thema. Der Kündigungsschutz in Österreich habe „keine großen negativen Auswirkungen“, so Hofer."
Der Blogger Benjamin Heinrich fragt sich daher:
"Zwar finden die Kritiker den strengen Kündigungsschutz in Deutschland schlecht, aber Deutschland hat uns immer noch was voraus!
Wenn Entlassungen bis zum Gerichtsentscheid in Deutschland hinausgezögert werden können und erst bewiesen werden muss, dass der Gekündigte in keiner anderen Funktion weiterbeschäftigt werden kann, sind Kündigungen wie in Österreich derzeit aufgrund fehlen eines "roten oder schwarzen" Parteibuchs ,in Deutschland allerdings viel schwerer möglich.
Aber es gibt auch reelle Beweise, dass die deutsche Arbeitsmarktpolitik gegenüber der österreichischen sehr viel besser da steht:
Die Euro-Stat Statistik vom 31.07.2013, in dieser kristallisiert sich heraus:
Die Jugendarbeitslosenquote in der EU27 beträgt 23,4%.
Deutschland hat eine Jugendarbeitslosigkeit von 7,5% (keine Veränderung zu April 2013)
Österreich hat eine Jugendarbeitslosigkeit von 9,3% (+1,3% Veränderung zu April 2013)
"Anhänger der SPÖVP Bundesregierungs-Chimäre werden nun sagen, wir sind doch eh die Nummer 1 haben die niedrigste Arbeitslosigkeit in ganz Europa und Portugal, Spanien, Griechenland und Italien haben eine zweistellige Jugendarbeitslosigkeit."
Doch:
Wenn wir nicht endlich aufhören uns mit den schlechtesten Euro-Staaten zu messen, werden (es fehlen ja nur noch 0.7% und in den letzten Monaten gab es bereits einen Anstieg von 1.3%!) wir bald auch zweistellig, was die Jugendarbeitslosigkeit betrifft, sein!
Der Benjamin Heinrich Blog weiters
"Betrug die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich im April noch 8%, hat diese mit 9.3% einen neuen Jahres-Höhepunkt erreicht.
Deutschland hingegen, dank ordentlichem Kündigungsschutz bleibt stabil.
Diese österreichische rot-schwarze Bundesregierung ist eine Schande für unsere Jugend, und die Konsequenzen, die daraus resultieren, reichen bis hin zum Wirtschaftszusammenbruch der Republik Österreich."
Was kann man also dagegen unternehmen?
Österreich braucht neue Arbeitsplätze für die Jugend, dass bedeutete Maßnahmen die zu einer Job-Offensive führen.
Die Regierung in Österreich hat die verdammte Verantwortung und muss für die Jugend strengere Kündigungsschutz-Maßnahmen(wie sie Deutschland hat) einführen.
die Jugend ist unsere Zukunft, nicht die Rentner!"
Quelle:
"OECD: Deutschlands Arbeitsmarkt verkrustet",10.08.2013,diepresse.com
"Die Arbeitsmarktlage Ende Juli 2013",01.08.2013, ams.at
eurostat, Arbeitslosenquote des Euroraums bei 12,1%, 31.Juli 2013, epp.eurostat.ec.europa.eu
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen