Freitag, 24. Mai 2013

Wien: "Fußgängerbeauftragte plus 1.9 Millionen €" ,Fahrradboom, Lobosche Straßenbenennungen

Plus 1,9 Mio €(Subvention) für Fußgängerbeauftragte Petra Jens


Wie die "Wiener Zeitung" am 22.05.2013 feststellte, beschließt der Wiener Gemeinderat nun:

Mehr ums Geld als um Grundsätze geht es in Sachen Fußgeherei. Rot-Grün wird - vermutlich gegen die Stimmen von ÖVP und FPÖ - die Subventionen für die städtische Mobilitätsagentur (vormals Radagentur) von 7 auf 8,9 Millionen Euro bis 2015 aufstocken. Die zusätzlichen 1,9 Millionen Euro sollen vor allem der Fortbewegung per pedes zugutekommen, um die sich die hauptberufliche Fußgängerbeauftragte Petra Jens kümmert.

Was natürlich nicht erwähnt wird, ist, dass die Fußgängerbeauftragte der Stadt Wien Petra Jens niemand geringerer als eine Grüne-Aktivistin, ist also den Grünen nahe steht, die sonst immer von den Grünen kritisierte "Freunderlwirtschaft" ist in Wien fester Bestandteil der Rot-Grünen Koalition.

Deswegen lässt sich auch sagen dieses Plus von 1.9 Millionen €  Subventionen (bis 2015) ist wahrlich ein Zeichen wie die Grünen sich von Stadt kräftig mästen lassen und ihre Futtertröge auffüllen.

Einbahnen und Fahrradboom ala Vassilakou

Man sollte ja meinen, dass die Anstreichung mit "Grün" von Radwegen den Bürgern der Stadt(neben den 1.9 Millionen Euro fürs "Gehen") genug kostet,
aber die Grünen wollen punkto Verkehrspolitik NOCH MEHR ÄNDERN.

Auch wurde in der letzten Gemeinderatssitzung beschlossen, dass nun Radfahrer GEGEN DIE EINBAHN fahren dürfen (diese für Autofahrer geltende Verkehrsregel gilt also in Wien für Radfahrer nicht mehr) und somit diese den Autofahrern gegenüber eindeutig bevorzugt behandelt.



Der eigentliche Irrwitz seitens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou ist aber, dass diese kürzlich in einem Interview behauptete:

"Wien steht erst am Anfang eines Fahrradbooms."  
Zitat Maria Vassilakou , Verkehrsstadträtin der Stadt Wien (Grüne)

Dabei sollte auch Frau Vassilakou klar sein, dass es nicht möglich ist, die Wienerinnen und Wiener dazu zu zwingen 365 Tage im Jahr auf dem Fahrrad unterwegs zu sein(das geht vielleicht in Mariahilf und anderen Innen-Bezirken gut aber nicht im Rest der Stadt).
Wenn man das Unwetter wie letzten Dienstag 21.05.2013 (es regnete und blitzte) außer Acht lässt, werden sonst bald all jene, die auf dem Fahrrad jeden Tag unterwegs sind zu mobilen Blitzableitern auf zwei Rädern."

Denn auch wenn man es nicht gerne hören will die Autos sowie öffentlichen Verkehrsmittel haben einen ENTSCHEIDENDEN Vorteil punkto SICHERHEIT.

Deswegen ein kurzer Exkurs in die Physik:


Schlägt ein Blitz in einen Faradayschen Käfig, zum Beispiel ein Auto oder ein Flugzeug ein, bleiben Personen im Innenraum ungefährdet, weil die elektrische Feldstärke im Innenraum erheblich geringer ist als im Außenraum. In der Nähe von Öffnungen in der Metallhülle dringt ein äußeres Feld anteilig in den geschirmten Raum ein. Das Ausmaß der Durchdringung hängt von der Ausdehnung der Öffnung im Verhältnis zur Wellenlänge des Spektrums des äußeren Feldes ab.

Wikipedia "Faradayscher Käfig"

Das aber dürfte Frau Vassilakou entgangen sein, man kann ja nicht alle Nebenwirkungen der Reduzierung des Autoverkehrs und Erzielung eines "Fahrradbooms" einkalkulieren, die Grüne Stadträtin hat also dies wohl unabsichtlich noch nicht erkannt!

Lobosche Straßenbenennungen 


Aber es wird noch grotesker, was Grüne Stadtpolitik betrifft:

Der Grüne Wien Kultursprecher Klaus Werner Lobo ließ mit dem Vorschlag, dass die "Neubenennungen sollen künftig Frauen und Migranten Gebühren" aufhorchen, weil angeblich jeder zweite Wiener Migrationshintergrund hat und außerdem nur 10% der Straßen in Wien nach Frauen benannt sind.

Quelle: Bericht der Tageszeitung "Heute" vom 22.05.2013




Benjamin Heinrich fragt daher

"Haben wir angesichts einer Verschuldung von 4,34 Milliarden € der Stadt Wien keine größeren Probleme als, wie wir die Straßen künftig benennen? 
Die Umbenennung des Dr.Karl-Lueger-Rings in Universitätsring war in meinen Augen ohnehin ein verwerfen der Steuergelder aus den Rathaus-Fenstern der Stadt Wien!"


Weiterführende Quellen:

"1,9 Millionen Euro für das Gehen", 22.05.2013, wienerzeitung.at

"Radler dürfen künftig gegen alle Einbahnen fahren", 22.05.2013, heute.at

"Vassilakou: "Wien erst am Anfang eines Fahrradbooms"", diepresse.com, 22.05.2013

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